GLEICHSTELLUNG MUSS GESETZ(T) SEIN!

Presse

08. März 2012

GLEICHSTELLUNG MUSS GESETZ(T) SEIN!

Zum diesjährigen Internationalen Frauentag am 08. März erklärt die NRW-Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Ulla Meurer:

Das Motto der AsF ‚Ist schon wieder Frauentag? GLEICHSTELLUNG MUSS GESETZ(T) SEIN!‘ macht klar, dass bloße Forderungen zum Weltfrauentag nach der überfälligen Umsetzung des Gleichheitsgrundsatzes im Grundgesetz nicht ausreichen. Dort ist festgelegt „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Doch den vielen Forderungen folgen keine Taten. Deutschland ist bei der Lohnungleichheit in Europa trauriger Spitzenreiter, vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen in unserem Land fast 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Und auch bei weiblichen Spitzenkräften in der Wirtschaft gibt es bisher aufgrund der Verweigerungshaltung von Wirtschaft und schwarz-gelber Bundesregierung kaum Fortschritte. So sind hierzulande, trotz ständiger Forderungen nach einer Quotenregelung für die Aufsichtsräte und die Vorstandsetagen der Unternehmen, nur vier von etwa hundert Vorstandsposten durch eine Frau besetzt.

Die Benachteiligung von Frauen in ihrem Berufsleben muss endlich aufhören. Darum ist die Zeit der freiwilligen Lösungen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern vorbei. Denn ohne gesetzliche Regelungen wird sich nichts ändern.

Die AsF-NRW fordert deshalb:

ein Gesetz, das endlich Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern herstellt und Diskriminierung verhindert („Entgeltgleichheitsgesetz“),

einen gesetzlichen Mindestlohn, damit Lohndumping in Frauenberufen keine Chance mehr hat,

eine gesetzliche Frauenmindestquote für Aufsichtsräte und Vorstände von mindestens 40 Prozent

sowie die Förderung von Aufstiegschancen der Frauen in der Privatwirtschaft durch ein Gleichstellungsgesetz.

 
 

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