Meine Arbeit im Wahlkreis

Land benachteiligt Gesamtschulen

Pressemitteilung 23.04.2007

Abgeordnete Meurer (SPD) traf sich mit Schulleitern aus dem Kreis

Kreis Heinsberg. „Seit der Regierungsübernahme durch CDU und FDP werden die Gesamtschulen kontinuierlich benachteiligt.“ Dies ist das Resumee, das die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Ulla Meurer aus Heinsberg und Renate Hendricks aus Bonn nach einem Gespräch mit Schulleitern der hiesigen Gesamtschulen ziehen.

An dem Informationsaustausch hatten der didaktische Leiter der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg, Hans-Michael Mingenbach, Schulleiter Manfred Ehmig von der Willy-Brandt-Gesamtschule in Übach-Palenberg und Schulleiter Klaus Braun sowie sein Stellvertreter Uwe Böken von der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule in Geilenkirchen teilgenommen.

Auch Elternvertreter und die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden Heiner Weißborn aus Übach-Palenberg und Horst-Eberhard Hoffmann aus Geilenkirchen beteiligten sich an dem Dialog.

Die Benachteiligung der Gesamtschulen machen Ulla Meurer und Renate Hendricks unter anderem am Abziehen von Schulpsychologen und an der Verkürzung der Schulleiterpauschale fest; das bedeutet, dass nun Schulleitern zur Verwaltung und Organisation ihrer Schule weniger Stunden zur Verfügung stehen.
„Dem Anmeldeüberhang im ganzen Land wird nicht durch neue Gesamtschulen entsprochen“, kritisiert Ulla Meurer weiter. 17 000 Kinder seien in NRW abgewiesen worden. „Neu gegründete Gesamtschulen sollen zudem keinen Ganztag mehr erhalten, sondern nur noch halbtags betrieben werden.“

Deshalb fordert die Sozialdemokratin die Aufstockung der Gesamtschulen in Geilenkirchen und Übach-Palenberg von einer Vier- auf eine Sechs-Zügigkeit, da dort der Ganztag gesichert sei. „Ganz davon abgesehen, dass die Schulstadt Erkelenz eine neue Gesamtschule braucht, um dieser Region den Druck zu nehmen.“ Denn trotz der Hauptschul-Initiative der Landesregierung verliere diese Schulform weiter an Akzeptanz; der Wunsch der Eltern nach einem Gesamtschulplatz für ihr Kind wachse, weil dort je nach Kindesentwicklung alle Schulabschlüsse möglich seien.

Die Leiter der Gesamtschulen, so Ulla Meurer, begrüßten das Zentralabitur, weil ihnen nun nicht mehr ein „Billig-Abitur“ vorgeworfen werden könne. Sie wünschten sich mehr Eigenständigkeit bei einer ausreichenden personellen Ausstattung und dem gleichzeitigen Zutrauen der Landesregierung in ihr Können und Engagement.

 

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