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Meurer: "Ein Schlag ins Gesicht von Eltern und Kindern"

Pressemitteilung 08.12.2008

Schulministerin hält Wegberger Hauptschule für gut ausgestattet

Wegberg. "Diese Antwort von Schulministerin Barbara Sommer ist ein Schlag ins Gesicht der Wegberger Eltern und Kinder." So empfindet Ulla Meurer, SPD-Landtagsabgeordnete, die mündliche Stellungnahme der Schulministerin zu den Beschwerden der Elternpflegschaft an der Wegberger Ganztagshauptschule.
Diese hatte sich in einem Offenen Brief über Unterrichtsausfall, mangelhaft deutsch sprechende Aushilfslehrer und brachliegende Förderkonzepte beklagt und um dringende Hilfe gebeten. Ulla Meurer hatte diesbezüglich eine rasche mündliche Antwort im Landtag eingefordert.
Und diese Antwort, so Meurer, hat es in sich, denn darin wird auch der Schulleitung der schwarze Peter zugeschoben: "Die Schule hat ausreichende Kapazitäten, um den Unterricht in vollem Umfang sicherzustellen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Schulleitung alle ihr zur Verfügung stehenden organisatorischen Maßnahmen auch wirklich nutzt", heißt es im Redemanuskript. Penibel rechne die Ministerin den Eltern und der Schulleitung vor, dass der Grundbedarf der Wegberger Hauptschule bei 21 Stellen liege, der Gesamtbedarf bei 24,3 Stellen und dass tatsächlich besetzt und vor Ort 25,6 Stellen verfügbar seien. "Das sind 1,3 Stellen mehr als der Gesamtbedarf und 4,6 Stellen mehr, als zur Erteilung des Unterrichts nach Stundentafel erforderlich", heißt es weiter. "Insofern, verehrte Frau Meurer, ist die von Ihnen beschriebene angebliche Problemlage an der Hauptschule Wegberg überhaupt nicht gegeben!" teilt Sommer der Sozialdemokratin und damit indirekt auch den Eltern mit.

Des weiteren verteidigt Sommer in ihrem Sprechzettel vom 3. Dezember die Lehrkräfte, die als Seiteneinsteiger an die Schulen gekommen sind: "Ich halte Handwerker, Diplom-Ingenieure und sonstige Fachkräfte ohne Lehrerausbildung für sehr qualifiziert! Sie sind eine echte Bereicherung für unsere Schulen", behauptet Sommer.
Dazu Ulla Meurer: "Eine Aussage, die in ihrer Pauschalität einfach nicht richtig sein kann, eher ein Armutszeugnis ist. Ein guter Chemiker muss nicht zwangsläufig auch ein guter Pädagoge oder ein guter Didaktiker sein. Wozu brauchen wir sonst eine Lehrerausbildung?" Harald Kersten, der Fraktionsvorsitzende der Wegberger SPD, wird umgehend die Schulleitung und die Eltern informieren.

 

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