Meldungen Düsseldorf

Rede von Ulla Meurer zu den Themen Nichtraucherschutz und Prävention der Nikotinabhängigkeit

Meldung 16.11.2006

Zum Antrag der Antrag der Fraktion der CDU und der Fraktion der FDP
Gesundheit stärken - Nichtraucherschutz verbessern und Prävention der Nikotinabhängigkeit ausbauen
Drucksache 14/2877
hat Ulla Meurer am Donnerstag, den 16.11.2006 eine Rede im Plenum gehalten.

Ein Video von der Rede können Sie hier:
Videostream Rede von Ulla Meurer
anschauen.

Den Text der Rede können Sie sich in diesem Artikel durchlesen.

Es gilt das gesprochene Wort.

Anrede

Als ich Ihren Antrag zum ersten Mal sah, dachte ich: Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Dann habe ich ihn gelesen und mir fiel ein Witz ein, den ich kürzlich hörte.
Kommt ein Mann in einen Tabakladen und bittet die Verkäuferin ihm eine Packung Zigaretten zu verkaufen. Sie legt ihm eine Schachtel hin auf der steht, Rauchen macht impotent. Er tief getroffen und ganz entsetzt: „Kann ich nicht Rauchen verursacht Krebs bekommen?“

Und so ist das auch mit Ihrem Antrag.
In den einleitenden Sätzen Schreiben Sie unter anderem ich zitiere:

„Als gesicherter Risikofaktor gilt der Tabakrauch für diverse Krebsarten, Asthma, Gefäßverstopfungen“ und weiter „erektile Dysfunktion (männliche Impotenz) und die irreversible Absenkung der Leistungsfähigkeit des Gehirns.“

Da könnte man versucht sein zu denken: Jetzt, jetzt kommt es. Ja! Auch CDU und FDP haben es verstanden.
dann setzen Sie noch einen drauf und Schreiben, auch hier zitiere ich:

„Eine ähnliche Problematik birgt das Passivrauchen. Trotzdem werden bereits im Mutterleib jährlich 170.000 Neugeborene mit Schadstoffen aus dem Tabakrauch belastet. Schätzungsweise acht Millionen Kinder und Jugendliche rauchen in ihrem Haushalt unfreiwillig mit.“

Und „Etwa 60 Säuglinge versterben jährlich durch Passivrauch im Haushalt sowie durch vorgeburtliche Schadstoffbelastungen, weil die Mutter während der Schwangerschaft rauchte.“

Diese und andere Aussagen können wir in der Drucksache 14/2877 eindrucksvoll geschildert über 2 engbeschriebene DIN A 4 Seiten lesen.

Sie sprechen von der Arbeitsstättenverordnung aus dem Jahre 2002, vom volkswirtschaftlichem Schaden, der durch Rauchen entsteht – übrigens in Hart aber fair – Pflichtsendung der vergangenen Woche für alle, die mit dem Thema Nichtrauchen befasst sind, wurde da eine sicher nicht ganz ernste andere Rechnung aufgemacht, da wurde von Einsparungen bei den Renten gesprochen, weil Raucher früher sterben.
Und schließlich kommen sie zu einer Feststellung in 6 Punkten. Auch da könnte der Eindruck entstehen, dass Sie verstanden haben, worum es geht.

Sie sprechen und da will ich mal den 4. Punkt herausstellen, dass Nordrhein-Westfalen alle Möglichkeiten nutzen solle, um einen zuverlässigen Schutz vor allem von Kindern, Jugendlichen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vor dem Passivrauchen zu erreichen.

Und dann kommt der Knüller: Nichts! Rein gar nichts!
Da stehen plötzlich Adjektive wie schnellstmöglich und wirksam. Sehr präzise formuliert. Da wird die Landesregierung aufgefordert, einen wirksamen Nichtraucherschutz an den Hochschulen sowie in allen öffentlichen Einrichtungen anzuregen. Nicht durchsetzen. ANREGEN. WOW! Welche Leistung. Die Landesregierung als Anreger.

Und dann wenn der Bund noch was neues gefunden hat, wird geprüft und zeitnah unbürokratisch umgesetzt. Nicht weniger, aber auf keinen Fall mehr.
Und appellieren sollen wir auch, der Landtag, nämlich an die Arbeitgeber, die Arbeitsstättenverordnung umzusetzen.
Das war offensichtlich der kleinste gemeinsame Nenner zwischen Ihnen beiden.

Meine Damen und Herren von den Koalitionsfraktionen ich kann nur sagen als Tiger losgesprungen – die Einleitung war wirklich beeindruckend – und als Bettvorleger gelandet.

Ulla Meurer


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