Hochschulzugang weiter öffnen - keine Hürden für Berufspraktiker

Bildung & Forschung

Pressemitteilung 14.01.2010

Karl Schultheis erklärt, es sei wichtig, dass möglichst viele interessierte und qualifizierte Berufspraktiker den Weg an die Hochschulen finden.

"Es ist erfreulich, dass Minister Pinkwart sich nun endlich auch daran machen will, den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte zu öffnen", kommentierte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, die geplante Neuregelung, Handwerksmeistern künftig den allgemeinen und fachungebundenen Hochschulzugang zu ermöglichen.

Die SPD-Landtagsfraktion habe dieses Thema allerdings schon seit langem auf ihrer Agenda und immer wieder in Anträgen und Anhörungen debattiert. Dabei sei sie bei den geladenen Expertinnen und Experten auf breite Zustimmung gestoßen.

"Der zuständige nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister jedoch handelt erst jetzt mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl. Uns ist wichtig, dass möglichst viele interessierte und qualifizierte Berufspraktiker den Weg an unsere Hochschulen finden. Deshalb haben wir das Thema für kommenden Mittwoch erneut auf die Tagesordnung des Landtags gesetzt", erklärte Schultheis.

Der Bedarf an zusätzlichen Fachkräften sei so hoch, dass jede Hürde für die Aufnahme eines Studiums kritisch hinterfragt werden müsse. Eine der größten Hürden stelle vor allem die Studienfinanzierung dar. Gerade für Studierende in einer späteren Lebensphase mit stärkeren finanziellen Belastungen seien Studiengebühren ein Argument gegen ein Studium. Darüber hinaus stelle sich die Frage, warum für Berufspraktiker mit der Absolvierung eines so genannten Probestudiums andere Zugangsmaßstäbe geschaffen werden sollen.

"Die Hochschulen die sich neuen Studierenden öffnen wollen, müssen außerdem durch Personal, Beratungs- und zusätzliche Schulungsangebote unterstützt werden. Denn sie müssen gemeinsam mit den neuen Studierenden die Anpassungsleistung erbringen", sagte Schultheis.

 
 

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von Ulla Meurer

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