Studienplatzausbau stagniert - NRW nicht zur Blaupause für Deutschland machen

Bildung & Forschung

Pressemitteilung 25.01.2010

Der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, forderte heute die schwarz-gelbe Landesregierung auf, die bis 2010 zugesagten rund 26.000 Studienplätze endlich zu schaffen. Anlass der Forderung ist der Bericht zur Umsetzung des Hochschulpakts I, der dem Haushaltsausschuss des Bundestages jetzt vorliegt.

"Darin wird deutlich: In Nordrhein-Westfalen sind bislang nicht einmal die Hälfte der bis 2010 vereinbarten 26.300 Studienplätze geschaffen worden. Bisher sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur 10.717 zusätzliche Studienplätze in NRW entstanden. Vor allen bei den Neueinschreibungen hinkt unser Land dramatisch hinterher. Sie sind seit 2005, also seit Regierungsantritt von Schwarz-Gelb, nur um 2,8 Prozent gestiegen - der zweitschlechteste Wert bundesweit", erklärte Schultheis.

NRW brauche dringend mehr gut ausgebildete junge Leute. "Diesem Ziel haben sich Bund und Länder in den Hochschulpakten verschrieben. Trotz der 565,7 Millionen Euro, die der Bund im Hochschulpakt I zur Verfügung gestellt hat, geht der Ausbau von Studienplätzen in NRW allerdings nur schleppend voran. Hier muss dringend nachgesteuert werden", forderte Schultheis.

Diese Entwicklung sei besonders fatal vor dem Hintergrund, dass Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan sowie Landeswissenschaftsminister nichts für eine chancengerechte Studienfinanzierung tun. "Im Bundeshaushalt 2010 werden die Mittel für Begabtenförderung um 50 Prozent erhöht, während gleichzeitig die BAföG-Mittel um 3,55 Prozent sinken. Die Fokussierung auf die Einführung von Stipendien anstelle einer angemessenen Ausweitung des BaföG verhindert, dass mehr talentierte junge Menschen sich zutrauen, ein Studium zu beginnen. Damit sind nicht nur die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem, sondern auch der Wirtschaftsstandort Deutschland und NRW in Gefahr. Frau Schavan sollte sich davor hüten, das Privat-vor-Staat-Dogma des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministers Pinkwart zur Blaupause für ganz Deutschland zu machen", warnte Schultheis.

Die SPD-Fraktion werde die Landesregierung in einer Aktuellen Viertelstunde des Wissenschaftsausschusses dazu befragen.

 
 

Anmeldung zum Newsletter

Newsletter
von Ulla Meurer

Hier gibt es weitere Informationen zum Newsletter.
 

Mitglied werden!

Mitglied werden!

 

NRWSPD

 

SPD-UB Heinsberg

 

Jusos im Kreis Heinsberg

 

FrauenRat NW e.V.

NRWSPD

 

WebSozis

 

WebSozisNews

18.09.2019 18:36 Katja Mast zu Paketboten-Schutz-Gesetz
Heute bringt das Bundeskabinett das Paketboten-Schutz-Gesetz auf den Weg. Die Nachunternehmerhaftung kommt. SPD-Fraktionsvizechefin Mast sagt: „Das ist eine klare Ansage an die schwarzen Schafe der Branche.“ „Arbeit unterliegt dem Wandel. Gerade der Online-Handel boomt. Immer mehr Päckchen werden verschickt. Deshalb haben wir als SPD-Fraktion versprochen, dass sich die Arbeitsbedingungen von Paketboten spürbar verbessern. Bundesminister Hubertus

18.09.2019 18:34 Michael Groß zu Betrachtungszeitraum Mietspiegel
Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss konnte die SPD einen weiteren Erfolg für die Stärkung des sozialen Mietrechts erreichen. Ab nächstem Jahr soll der Betrachtungszeitraum für die ortsübliche Vergleichsmiete von vier auf sechs Jahre im Mietspiegel erhöht werden. „Das ist auch ein großer Erfolg für Bundesjustizministerin Lambrecht, die das Thema Mietrecht zur Chefinnensache erklärt hat. Wir dämpfen

16.09.2019 18:36 „Klima schützen heißt Zukunft gewinnen“
Wenige Tage vor dem Klimakabinett am Freitag hat die SPD ihre Anforderungen an eine Einigung unterstrichen: Die Klimaziele bis 2030 müssten verlässlich erreicht werden – und vor allem Menschen mit kleinen Einkommen dürften nicht überfordert werden. Bei der richtigen Mischung aus Förderung und Steuerung gebe es aber auch gute Chancen für neue Jobs in einer

Ein Service von websozis.info

 

Counter

Besucher:711999
Heute:34
Online:1